Vorsicht vor KI-Assistenten
Künstliche Intelligenz (KI) wird seit einigen Jahren von einer breiten Öffentlichkeit genutzt, meist in Form von Chatbots, die auf alle möglichen Fragen Antworten geben. Die Sicherheits- und Datenschutzrisiken dieser Tools sind nicht zu unterschätzen, da die Fragen viel über das Privatleben der Fragenden verraten können.
Ein neuerer Trend sind «KI-Agenten», die Aktionen im Namen der Nutzer ausführen: E-Mails lesen und schreiben, Online-Bestellungen tätigen, Reisen buchen, die Festplatte neu organisieren usw. Ein Beispiel dafür ist die Software Muse, die von Meta (dem Eigentümer von Facebook, Instagram und WhatsApp) entwickelt wurde und in den USA bereits mehrere Millionen Mal heruntergeladen wurde.
Solche Software kann zwar auf den ersten Blick durch die angebotenen Dienste attraktiv erscheinen, benötigt aber zum Funktionieren Zugriff auf eine Menge von Daten, die auf einem Computer oder Smartphone gespeichert sind: E-Mail-Postfächer, Kalender, Nachrichten, Adressbücher, Festplatten, Informationen, die auf dem Bildschirm angezeigt werden usw. Deshalb ist es wichtig, nur die unbedingt notwendigen Zugriffsrechte zu erteilen, nachdem man sich gründlich mit den Zusagen des Entwicklers bezüglich der Verwendung der Daten befasst hat. Im Zweifelsfall ist es besser, auf die Nutzung zu verzichten, um zu verhindern, dass Ihr digitales Leben von einem skrupellosen Unternehmen ausgesaugt wird.

